Chronik der Städtepartnerschaft Ome - Boppard
Bearbeitet von Günter Horn
2. Vorsitzender des Freundeskreises Ome - Boppard e.V. von 1997 bis 2006
Stand: 27.12.2009 15:50:00
Eine Brücke der Freundschaft zwischen Ome und Boppard
45 Jahre Partnerstädte Eine Vision erfüllte sich Der Jugend gehört die Zukunft
30 Jahre Freundeskreis Ome - Boppard in Boppard
Viele Bürger aus Boppard waren schon in Ome, wie auch viele Besucher aus Ome nach Boppard kamen. Dies zeigt das grosse Interesse an der jeweiligen Partnerstadt.
Inzwischen besteht bereits eine unsichtbare Brücke zwischen Ome am Tama-Fluss und Boppard am Rhein. Über diese führt eine gut ausgebaute Straße von Stadt zu Stadt, von Kontinent zu Kontinent, von einer Kultur zur anderen.
Der Weg schien damals fast unüberwindbar. Er war steinig und steil und voller Hindernisse. Doch gemeinsam machte man sich in Ome und Boppard daran, zum Ziel zu gelangen. Und was anfangs für unmöglich gehalten wurde, das wurde schließlich doch erreicht. Davon zeugen die vielen Jahre Freundschaft, worauf wir in Boppard besonders stolz sind.
Ab 1965 wurde ständig Mosaikstein an Mosaikstein gefügt, so dass sich daraus eine gut zu befahrende Straße ergeben hat.
Mosaiksteine waren unter anderem: Offizielle Besuche seitens der Stadtverwaltungen, die Bürgermeister, die Mitglieder der Stadtparlamente, Aktivitäten der Freundeskreise, die Jugenddelegationen, die Studenten des Goethe-Institutes, aber auch vor allem viele, viele private Kontakte wie Besuche, Briefe, eMails. Es machten sich auf in die Ferne sowohl Schüler als auch Professoren. Sportler haben sich im fairen Kampf gemessen, Arbeiter, Angestellte und Beamte beider Städte wurden ausgetauscht. Chöre, Kimono-Gruppen, Künstler, Priester, Lehrer usw usw besuchten die jeweiligen Partnerstädte. Die Liste könnte man noch weiter fortführen.
Die Mosaiksteine der Brücke Ome/Boppard sind vielfältig und bunt. Es gibt eigentlich kaum eine gesellschaftliche Schicht, die sich nicht in der Partnerstadt umgetan hätte.
Die Brücke steht auf festen Fundamenten und führt unmittelbar in die Herzen der Bürger beider Städte. Der Weg ist mit Leben erfüllt, was bisher viel Freude bereitet und sogar Ehen gestiftet hat.
Die Städte mit ihren Bürgermeistern einerseits und die Freundeskreise mit ihren Mitgliedern und Sympathisanten andererseits waren und sind die Baumeister, Wegbereiter und Bewahrer der Freundschaft zwischen Bürgern unterschiedlicher Kulturen.
Wir, der Freundeskreis Ome-Boppard in Boppard, haben in der Vergangenheit versucht, unser Bestes zu geben. Das versprechen wir auch für die Zukunft.
Vielen Dank, domo arigato !
Nippon: Land der aufgehenden Sonne
Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich die Aufmerksamkeit Europas den japanischen Inseln zuwandte, ahnte niemand, dass sich dieses geheimnisumwobene Land im Lauf eines knappen Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Länder der Welt entwickeln würde. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war Japan in den Augen des Westens ein unbekanntes, rückständiges Land, das sich mehr als zweihundert Jahre lang jedem Kontakt mit der übrigen Welt verschlossen hat. Heute ist das japanische Kaiserreich eine Industriegrossmacht.
Schon die poetisch klingende Bezeichnung Japans Nippon" -- Land der aufgehenden Sonne ruft bei vielen Europäern ein Gefühl der Exotik hervor. Das Verlangen, dieses Land kennenzulernen, verstärkt sich noch, vergegenwärtigt man sich seine geographische Lage, die beträchtliche Entfernung vom europäischen Kontinent, die historische Entwicklung jenseits des Hauptgeschehens der Weltgeschichte, die andersartige Kultur und Zivilisation sowie die lebendigen, tief im Denken der heutigen Japaner verwurzelten Traditionen.
Die geographische Lage und die natürlichen Bedingungen waren wichtige Faktoren, die Entwicklung, Denken und Kultur der Japaner beeinflusst haben. Das die vier Hauptinseln Hokkaido, Hondo, Schikoku, Kiuschu und tausende kleinere Inseln umgebende Meer verband Japan mit anderen Kulturen und Zivilisationen, doch trennte es zugleich auch von diesen und übte einen günstigen Einfluss auf die historische und kulturelle Entwicklung aus.
Die Entdeckung Japans dauerte mehrere Jahrhunderte und vollzog sich in mehreren Wellen.
Ome: Blaue Pflaume
Die Stadt Ome liegt 70 km nordwestlich von Tokio am Oberlauf des Tama-Flusses und am Südostrand des Okuchichibu-Nationalparks. Die Einwohnerzahl beträgt seit Oktober 2000 140.000. Herr Toshio Takeuchi ist Bürgermeister dieser sehenswerten Stadt.
Der Haus-Berg" ist der Mitake-San (1082 m über NN), von wo der Blick an klaren Tagen bis zu den Bergen von Nikko und Tsukuba reicht. Den Aufstieg kann man sich teilweise mittels einer Kabinenbahn erleichtern, den Gipfel muß man jedoch zu Fuß erklimmen. Dort findet man dann auch den weithin bekannten Mitake-Schrein.
Sehenswert ist in Ome der Railroad-Park, in dem Eisenbahnmodelle sowie neben neuester Technik auch alte Dampflokomotiven und Wagen zu sehen sind. Im März stehen die Pflaumenbäume in voller Blüte, besonders viele sind in Yoshino Baigo anzutreffen.
Ome war ursprünglich das Zentrum der Textilindustrie. Dieses traditionelle Handwerk wird jedoch allmählich durch moderne Industrien, wie Maschinenbau und Elektronik ersetzt. In Ome gibt es über 700 große und kleinere Fabriken, z.B. Toshiba und Hitashi.
Der Legende nach ist Ome im Jahre 900 dadurch entstanden, dass ein Fürst aus Ostjapan sich unter Zuhilfenahme eines Pflaumenstockes in die Gegend von Ome flüchtete. Der Stock verwurzelte und die Früchte blieben immer grün. Von dieser Überlieferung stammt der Name Ome, was soviel bedeutet wie blaue Pflaume.
Besonders erwähnenswert ist der jährlich im Februar stattfindende Marathon-Lauf mit über15 000 Läufern, an dem auch Bopparder Sportler schon häufig teilgenommen haben.
Boppard: Perle am Rhein
Umsäumt von Wäldern und Weinbergen, im romantischen Rheintal liegt Boppard, ein liebenswertes Städtchen mit dem mittelalterlichen Charme verwinkelter Gassen und Fachwerkhäuser. Nach dem 1976 erfolgten Zusammenschluss von zehn Gemeinden (Boppard, Bad Salzig, Hirzenach, Weiler, Rheinbay, Holzfeld, Udenhausen, Buchholz, Herschwiesen und Oppenhausen ) erreicht das Stadtgebiet eine Größe von 75 km², in dem ca 17 000 Menschen leben.
Die Kernstadt, einst keltische Siedlung, wurde später das römische Kastell Baudobriga" bzw. Bodobriga". Vom Aufenthalt der Römer zeugen gut erhaltene Reste im Stadtbild. Vieles in Boppard erinnert an die Vergangenheit, Teile der mittelalterlichen Stadtmauer, die Kurtrierische Burg, das Karmeliterkloster oder die Pfarrkirche St. Severus, die den Übergang vom romanischen zum gotischen Stil zeigt.
Wanderwege durch Weinberge und Wälder sind ein Paradies für Wanderer. Auch die 3 km lange Rheinallee lädt zum Spazieren entlang des Rheines ein. Das Städtische Museum ist in der Kurtrierischen Burg untergebracht. Neben Vor- und Frühgeschichte besitzt Boppard eine der größten öffentlichen Thonetsammlungen der Welt. Michael Thonet, in Boppard geboren, später in Wien lebend, war der Erfinder der Bugholzstühle, besser bekannt als Wiener Kaffeehausstühle. Ein Holzmuseum und eine Werkstatt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sind angegliedert und sehenswert.
Eine Fahrt mit der Sesselbahn zum Gedeonseck" ist ein besonderes Vergnügen. Von dort oben hat man einen überwältigenden Rundblick über Boppard und die größte Rheinschleife. Der Vierseenblick" ist nur wenige Gehminuten entfernt und bietet sich als Aufenthalt für eine Rast an, besonders, da man von dort den Rhein als 4 Seen" wahrnimmt.
Die Hunsrückbahn, 1908 bis Simmern fertiggestellt, führt über 2 hohe Viadukte und durch 5 Tunnels auf die Höhe des Hunsrücks.
Die Vielfalt der Landschaft erlebt man auf einer der zahlreich angebotenen Schiffsfahrten auf dem Rhein. Boppard verfügt über eine Palette gastronomischer Leistungen. Kellerbesichtigungen und Proben des Bopparder Hamm" sind empfehlenswert.
Boppard und seine Stadtteile, am Rhein und auf dem Hunsrück gelegen, bieten ihren Gästen mehr als eine liebenswerte Landschaft, nämlich Gastlichkeit, Wein und Geschichte.
Dr. Philipp Franz Freiherr von Siebold: Das Bindeglied
Siebold, geb. 17.2.1796 in Würzburg und gest. 18.10.1866 in München, war Japanforscher, Arzt und Naturwissenschaftler im Dienste der niederl. Ostindienkompanie. Er hielt sich viele Jahre in Japan auf, das damals noch weitgehend von der Außenwelt abgeschlossen war. Er lebte von 1847 bis 1853 im ehemaligen St. Martin-Kloster in Boppard, das er am 5.9.1853 an den Preußischen Staat verkaufte. Hier schrieb er seine Bücher über seine Reisen nach Japan, baute ein Gewächshaus und setzte seine botanischen Studien fort. Ihm ist es zu verdanken, dass die Pfingstrose und Chrysantheme nach Europa kamen.
Anlässlich der
Einweihung der Christus-Kirche am 29. Juni 1852 weilte König Friedrich Wilhelm IV. von
Preußen mit seiner Gattin und dem Prinzen von Preußen, dem späteren Kaiser Wilhelm I.,
in Boppard. Damals pflanzte von Siebold den heute noch neben der Kirche stehenden
Ginkgo-Baum und lud den König zum Frühstück ein. Dieser informierte sich ausführlich
über Japan. Er wurde begleitet und beschützt durch die Bopparder Schützengesellschaft
1510/1848.
Von Boppard zog Freiherr von Siebold nach Bonn
Partnerstädte: Eine Zukunftsvision
Herr Enomoto war in den Sechziger-Jahren Bürgermeister der japanischen Stadt Ome. Er war ein Bewunderer von Philip Franz von Siebold, dem Arzt, Naturwissenschaftler und Japanforscher.
Bürgermeister Enomoto hatte bei seinen Nachforschungen vom mehrjährigen Aufenthalt von Franz von Siebold in Boppard erfahren. Aus diesem Grunde nahm 1964 Herr Dr. Endo aus Tokio, der schon lange in Deutschland wohnte, Kontakt mit Herrn Dr. Stollenwerk, damals Bürgermeister in Boppard, auf. Er trug diesem den Wunsch von Bürgermeister Enomoto vor, zwischen den Städten Ome und Boppard eine Partnerschaft zu begründen.
Im Januar 1965 beschließt der Stadtrat Boppard, das Partnerschaftsangebot der Stadt Ome anzunehmen. Am 24.09.1965 findet im Rathaus im Beisein von Bürgermeister Enomoto und Frau, dem Beigeordneten Hasegawa, sowie dem Vermittler der Partnerschaft, Herrn Dr. Endo, eine festliche Sitzung des Stadtrates statt, bei der die Urkunde durch den neuen Bopparder Bürgermeister Linnenweber und Bürgermeister Enomoto unterzeichnet wird.
Im Text stand ...daß beide Städte Schwesternstädte sein wollen und in Freundschaft brieflich ihre Gedanken und Meinungen austauschen. Ihre Bürger mögen in Frieden und Freiheit menschliche, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen pflegen."
Wohl keiner hatte damals ernsthaft geglaubt, dass diese Vereinigung derart mit Leben erfüllt werden würde und so viele Früchte im Sinne obiger Urkunde geerntet werden würden. Bürger aus Boppard setzten jedoch Hoffnung in die Zukunftvision, es bildete sich nämlich ein zuerst mehr oder wenig lose bestehender Freundeskreis. Dieser gab sich am 30. November 1988 eine Satzung, wählte einen offiziellen Vorstand und wurde am 16. März 1989 in das Vereinsregister eingetragen. Vorsitzender ist seitdem Heinrich Conrad.
Die Verantwortlichen der Stadt Boppard einerseits und die des Freundeskreises andererseits können mit Stolz auf mittlerweile 35 Jahre Harmonie, Völkerverständigung und zum Teil tiefe Freundschaften zurückblicken. Es muß schon etwas besonderes daran sein, dass diese Verbindung über die große Entfernung so lange gehalten hat und sich im Laufe der Jahre immer mehr vertieft. Die Nutzung modernster Kommunikationsmittel,die Einbindung des Goethe-Instituts und vor allem der ständige persönliche Besuch auf allen Ebenen der Bürgerschaft sind die Grundpfeiler dieser Partnerschaft. Die Vision ist wahr geworden !
Jugendaustausch: Investition in die Zukunft
Eine Städtepartnerschaft ist nur dann sinnvoll und kann auf Dauer bestehen, wenn sie durch persönliche Kontakte der Bürger mit Leben erfüllt wird. Und hier ist es besonders die Jugend, auf der die ganze Hoffnung der Beteiligten ruht. Sie ist es, die zur Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses, zur Toleranz und Freundschaft über alle Grenzen hinaus beitragen kann. Die Jugend ist es, die als verantwortlicher Träger unserer Zukunft zur Erhaltung des Friedens in der Welt Maßstäbe setzt.
Jugendliche sind meist sehr kontaktfreudig und offen, interessiert und wißbegierig, unkompliziert und noch frei von Vorurteilen. Sie sind daher besonders gut geeignet, trotz oder auch wegen unterschiedlicher Kultur, Sprache, Geschichte, Religion und Lebensweise an der Brücke der Freundschaft mitzubauen.
Das war sicherlich auch der Grundgedanke, daß die Stadtparlamente der Partnerstädte einst beschlossen, einen regelmäßigen Austausch von Jugendlichen durchzuführen. Die erste Gruppe kam bereits 1968 aus Ome nach Boppard, geleitet vom damaligen Bürgermeister Ishikawa. Dieser machte später eine große politische Karriere. Nach seinem Ausscheiden als Stadtoberhaupt war er ununterbrochen Abgeordneter des japanischen Parlaments in Tokio. Zeitweise bekleidete er sogar das Amt des japanischen Verteidigungsministers.
Die Mitglieder der Bopparder Jugenddelegationen werden nachbesonderen Kriterien erwählt. Sie sind Schülerinnen und Schüler Bopparder Schulen, werden von Vereinen und dem Freundeskreis vorgeschlagen und von der Stadt benamt. Die jeweiligen Jugendlichen werden in Familien der Partnerstadt untergebracht und so nicht als Touristen" aufgenommen sondern als Freunde. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten guter Einblicke in die Lebensformen und Gewohnheiten des anderen Landes und intensiver persönlicher Kontakte. Gemeinsam mit Gleichaltrigen der Partnerstadt werden Schulen besucht, sportliche Wettkämpfe und Spiele ausgetragen, Betriebe und Arbeitsstätten besichtigt, Besuche der Parlamente und Gespräche mit Abgeordneten ermöglicht. Es werden Sehenswürdigkeiten und Attraktionen besichtigt, alte Handwerkskünste kennengelernt und gemeinsam Feste gefeiert.
Für die Jugendlichen waren die bisherigen Fahrten immer ein unvergessliches Erlebnis und bereiteten oft den Boden für weitere Aktivitäten innerhalb der Partnerschaft. Freundschaften hielten oft Jahrzehnte, eheliche Verbindungen entstanden und berufliche Ziele wurden gar umgesteckt.
Die Jugenddelegationen sind Investitionen in die Zukunft.
Statistik: Gelebte Vergangenheit
Regelmäßig stattfindende Abläufe oder jährliche Delegationen sind hier nicht vermerkt.
1964 - Erste Kontaktaufnahme von Herrn Dr. Endo aus Tokio, der schon längere Zeit in Deutschland lebt, mit dem Bopparder Bürgermeister Dr. Stollenwerk. Er übermittelt den Wunsch von Bürgermeister Enomoto aus Ome, eine Partnerschaft zu begründen.
1965 - Im Januar beschließt der Stadtrat Boppard, das Partnerschaftsangebot der Stadt Ome anzunehmen. Am 24.09. findet im Rathaus im Beisein von Bürgermeister Enomoto und Gattin, des Beigeordneten Hasegawa sowie des Vermittlers, Herrn Dr. Endo, eine festliche Sitzung des Stadtrates statt, bei der die Urkunde durch die Bürgermeister Linnenweber, inzwischen neu im Amt, und Bürgermeister Enomoto unterzeichnet wird.
1967 - Der Bopparder Unternehmer Herr Karl-Heinz
Schwamborn, der im Jahre 1967 geschäftlich in Japan zu tun hatte, wurde von
Bürgermeister Enomoto nach Ome eingeladen. Herr Schwamborn besuchte daraufhin mit Gattin
Helga die Bopparder Partnerstadt und war somit der erste Bopparder Bürger, der die
Partnerschaft mit Leben erfüllte.
1968 - Erster Besuch einer Jugendgruppe aus Ome unter Leitung des neuen Bürgermeisters Ishikawa, dem späteren Parlamentsabgeordneten und Verteidigungsministers.
1969 - Beginn der Aufenthalte von Studenten aus Ome in Boppard.
1972 -Erste Briefpartnerschaften zwischen Schülern beider Städte. Der Vorsitzende des Stadtrates von Ome, Herr Masao Yamazaki, besucht Boppard. Die erste offizielle Delegation der Stadt Boppard, bestehend aus den Herren Dr. Mißling, J. Machhaus uns K.J. Burkhard reist in die Partnerstadt.
1975 - Aus Anlaß des 10-Jährigen Bestehens der Partnerschaft schickt die Stadt Boppard 100 Flaschen Bopparder Wein nach Ome.
1977 - Ab jetzt besuchen regelmäßig Studenten aus Ome das Bopparder Goethe-Institut, um die deutsche Sprache zu erlernen.
1979 - Übersendung von 300 Pfropfreben der Sorte Riesling nach Ome. - Erste größere private Reisegruppe Bopparder Bürger in Ome.
1980 - Aufstellung von Schildern an den Ortseingängen, die auf die Partnerschaft hinweisen. Gründung des Freundeskreises Boppard-Ome, Sprecher Heinrich Conrad. 372 Bilder von Kindergartenkindern aus Ome gemalt, werden an die Kindergärten der Stadt Boppard weitergeleitet. 32 Bürger aus Ome besuchen Boppard. 300 Pflaumenbäume aus Ome treffen in Boppard ein.
1981 - Eine offizielle Delegation der Stadt Boppard unter Leitung von Bürgermeister Linnenweber besucht Ome anläßlich der Feierlichkeiten zum 30-Jährigen Stadtjubiläum, 28 Bürger reisen privat mit.
1982 - Eine japanische Steinlaterne trifft als Geschenk aus Ome ein und wird in den Rheinanlagen aufgestellt. EinTeil der Rheinanlagen erhält den Namen Ome-Anlagen". 8 Gemälde japanischer Künstler werden in Boppard ausgestellt.
1984 - Übersendung eines Weinfaßbodens mit Bopparder Motiven als Geschenk der Stadt Boppard nach Ome. Gerd Birnstock nimmt am berühmten Marathon-Lauf in Ome erstmals teil.
1985 - 9 Gemälde einheimischer Künstler werden nach Ome versandt.
1986 - Eine private Reisegruppe reist nach Ome. Diese wird vom ehemaligen Bürgermeister Ishikawa, inzwischen Parlamentsabgeordneter, im Parlament in Tokio empfangen und dort herumgeführt.
1988 - Bürgermeister Gipp erstmals in Ome. Fußballclub Primavera" aus Ome bestreitet ein Spiel gegen die Alten Herren Udenhausen".
1989 - Freundeskreis Boppard-Ome beteiligt sich am Bopparder Mai".
1990 - 25 Jahre Partnerschaft Ome-Boppard. Offizielle Festakte in Boppard und Ome, zahlreiche Aktivitäten. Bürgermeister Tanabe mit einer Delegation der Stadt Ome in Boppard. Eine große Gruppe von Bürgern aus Ome kommt nach Boppard. Im Gegenzug bricht Bürgermeister Gipp mit insgesamt 52 Personen (Offizielle, Private und Jugenddelegation) ins Land der aufgehenden Sonne auf. Fotoausstellung Altes Japan - Neues Japan" im Karmelitergebäude und im Goethe-Institut. Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Dambmann, Mainz, Japaner sind anders". Konzert eines Chores aus Ome unter Leitung von Herrn Hirakawa in Boppard. Partnerschaftsjubiläum wird beim Bopparder Mai" besonders herausgestellt.
1991 - Bopparder Pfadfinder vom Stamme Vasqua besuchen Ome.
1992 - 15 junge Kirschbäume werden nach Ome geliefert. 10-Köpfige Stadtverordneten-Delegation aus Ome kommt nach Boppard.
1993 - Der Leiter des Amtes für Internationale Beziehungen, Herr Toru Nagasawa, verweilt in Boppard. Wieder kommt eine Stadtverordneten-Delegation nach Boppard. Auf Einladung der Stadt Ome entsendet die Stadt Boppard eine Auswahl jugendlicher Fußballer bis 12 Jahre zum World-Junior-Soccer-Festival in Tokio" nach Ome, wo sie während ihres Aufenthaltes in Japan untergebracht sind, Leiter ist der 3.Beigeordnete Josef Karbach, Trainer Helmut Biller. Besuch des japanischen Kaiserpaares Akihito und Michiko in Boppard, begleitet von Bundeskanzler Helmut Kohl und Gattin.
1994 - 3. Stadtverordneten-Delegation aus Ome in Boppard.
1995 - 30 Jahre Partnerschaft Ome-Boppard. Offizielle Festakte in Boppard und Ome, zahlreiche Aktivitäten. Größere Bürgergruppen aus Ome und Boppard besuchen sich gegenseitig. Der Frauenchor Ome und Umgebung unter Leitung von Herrn Hirakawa gastiert zum zweitenmal mit großem Erfolg in Boppard. Ein Ome-Video-Team" film in Boppard.
1996 - Der Ome-Marathon, an dem zum wiederholtenmal Bopparder Sportler, allen voran Herr Gerd Birnstock, teilnehmen wollten, fällt wegen zu starkem Schneefall aus. Kinderfoto-Ausstellung Bopparder Kinder im Karmelitergebäude (Auswahl für Ome).
1997 - Bürgermeister Tanabe besucht wieder Boppard. Entsendung von Postern zum Thema Umweltschutz, entworfen von Kindern der 4. Klasse Bopparder Grundschulen, in die Stadt Ome zur Ausstellung am dort stattfindenden Recycle-Fest. Jugendfußballmannschaft aus Ome kommt nach Boppard.
1998 - Ernennung des japanischen Botschafters, Bonn, Herr Kunisada Kume, zum Ehrenwinzer von Boppard.
1999 - Gegenseitiger Austausch von Auszubildenden der Krankenhäuser in Boppard und Ome. - Zum Rheinland-Pfalz-Tag, der in diesem Jahr in Boppard stattfindet, kommt eine Kimono-Gruppe aus Ome nach Boppard und nimmt am Festzug teil. Der Leiter der Delegation, der 1. Vorsitzende des Freundeskreises in Ome, Herr Hitjikata, trifft den Ministerpräsidenten des Landes, Herrn Kurt Beck. Ministerpräsident Beck lädt ihn und die Bürgergruppe, die 2000 zum 35. Partnerschafts-Jubiläum nach Boppard kommt, in die Staatskanzlei nach Mainz ein.
2000: Das 35. Jubiläumsjahr!
Da die Urkunden am 24. September 1965 unterschrieben worden sind, können wir in diesem Jahr das 35-Jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen Ome und Boppard feiern. Dieser freudige Anlaß löste auf beiden Seiten zahlreiche Aktivitäten aus.
Der Vorstand des Freundeskreises Boppard - Ome entwarf einen neuen Aufkleber, der die Deutsch-Japanische Freundschaft und die der Partnerstädte im besonderen seit 1965 dokumentiert.
Vom 17. bis 27. April reisten 9 Jugendliche unter der Leitung des 2. Beigeordneten Jürgen Schneider in die Partnerstadt und kamen mit unvergesslichen Eindrücken aus dem fernöstlichen Japan nach Hause zurück.
Ein Frauenchor aus Ome und Umgebung unter der Leitung von Herrn Makoto Hirakawa war bereits zum 3.Mal in Boppard. Am Mittwoch, dem 7.Juni, gab er in der Bundesakademie Boppard ein Konzert zum 35. Jubiläum, das ein ganz besonderer Genuß für die Zuhörerschaft war. Herr Hirakawa trat auch als Solist auf und unterstrich seine hohe Sangeskunst. Am Piano begleitete in gewohnt perfekter Weise und auf hohem Niveau spielend Frau Miho Sakamoto. Der Frauenchor der Bälzer Sangesgilde wirkte auch beim Konzert mit und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Veranstaltung ein unvergessliches Erlebnis für die zahlreichen Besucher war. Die endgültige Verbrüderung der beiden Chöre fand dann bei heimischer Gastronomie statt, wo ein wunderschöner Tag, vielfach unterbrochen durch spontane a cappella"-Darbietungen, sein Ende fand.
Die offizielle Freundschaftsdelegation" aus Ome weilte vom 16. bis 19. August in unseren Mauern. Ein umfangreiches Programm wurde von der Stadt und dem Freundeskreis zusammengestellt.
Die Höhepunkte des ersten Tages waren ein Empfang beim Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Herrn Kurt Beck, in der Staatskanzlei in Mainz und eine Schifffahrt mit der Hebel-Linie von Rüdesheim nach Boppard.
Der zweite Tag begann mit einem großen Jubiläums - Festakt im Alten Rathaus, zudem die Stadt Boppard neben den japanischen Freunden deren Gastgeber, den Freundeskreis und mit der Stadt Ome besonders verbundene Bürger geladen hatte. Im Verlaufe der Feierstunde wurde dem Bopparder Vorsitzenden des Freundeskreises, Herrn Heinrich Conrad, durch den 2. Vorsitzenden Günter Horn im Namen des Vorstandes eine Ehrenurkunde überreicht, die Dank sagen sollte für 20 Jahre unermüdlichen Einsatz als Chef des Freundeskreises.
Der Tag endete mit einer super Freundschaftsparty im Innenhof und Kreuzgang des würdigen Karmelitergebäudes, wobei mehrere rituelle Tänze einer Bürgerin aus Ome im Kimono besonderen Beifall fanden. Viele Freunde der Partnerschaft hatten sich eingefunden und feierten ein Fest, das viel Spass machte und herzlicher nicht sein konnte.
Der dritte Tag führte die Gruppe nach Bonn und Köln. Am gleichen Abend wurde im Museum der Stadt Boppard in der Alten Burg eine Siebold-Abteilung eröffnet. Ehrengast neben zahlreicher in- und ausländischer Prominenz war Dr. Konstantin von Brandenstein-Zeppelin, Ururenkel Philip Franz von Siebolds.
Die Sayonara-Party in einer bekannten Bopparder Strausswirtschaft vereinte schliesslich wieder alle Freunde bei japanisch-rheinländischer Fröhlichkeit.
Ehe man am vierten Tag gegen Abend schliesslich nach Frankfurt zum Flughafen fuhr, konnten noch individuelle Wünsche der japanischen Freunde erfüllt werden, wie Besuche Deutsches Eck, Marksburg, Schloß Stolzenfels,Festung Ehrenbreitstein, Lorelei, Niederwalddenkmal uvm.
Zum Gegenbesuch nach Ome ins Land der aufgehenden Sonne" starteten am 3. Oktober 42 Bürger und blieben dort bis zum 13. Oktober. Als die Jubiläumsgruppe am späten Abend am Ziel ankam, wurde sie bereits von Bürgermeister Takeuchi, den Gastgebern und zahlreichen alten Bekannten" erwartet und mit Jubel begrüßt. Die japanischen Freunde hatten ein umfangreiches Programm für die Bopparder zusammengestellt und präsentierten dabei die Vielfalt ihrer Kultur, Sitten und Landschaft. Höhepunkte waren die Ausflüge nach Tokio, zum Fuji-San und nach Kamakura, der alten Kaiser-Stadt. Zu den herausragenden Mosaiksteinen auf der Brücke der Freundschaft zählten der Empfang durch die Stadt Ome und die Sayonara-Party des Freundeskreises. Als schließlich die Stunde des Abschiedes gekommen war und man früh morgens Richtung Flughafen Narita aufbrach, war der Platz vor dem Rathaus voller Menschen, und man konnte einen herzerweichenden Abschied mit vielen Tränen erleben. Lange, lange winkte man sich noch zu.
2001 - Herr Yoji Koda aus Ome, Professor für Malerei an der Musashino-Universität in Tokio, weilt ab Dez. 2000 für ca 1 Jahr in Boppard. Frau Megumu Miura hält sich längere Zeit in Boppard auf. Am 7. April heiratet Kiyoshi Yaegashi, Sohn des Stellv. Vorsitzenden Setsuo Yaegashi, seine Braut Hiroko Sakurai. Vom 28. April bis 7. Mai besucht eine Junioren-Auswahl der besten Fußballer von Ome unsere Stadt. An Fronleichnam wurde der 2. Vorsitzende - Günter Horn - Schützenkönig der Bopparder Schützengesellschaftund einige Wochen später errang er auch die Würde des Bezirksschützenkönigs. Vom 23.07. bis 29.07. kam Bürgermeister Toshio Takeuchi erstmals an den Rhein, begleitet von der 9. Jugenddelegation und dem neuen Leiter für die partnerschaftlichen Beziehungen, Herr Shimura. Am 24. Juli wurde der japanische Teil des "Gartens der Partnerschaften" auf dem Gelände der Stiftung Bethesta - St. Martin im Beisen der Bürgermeister Takeuchi und Dr. Bersch und der Jugenddelegation eröffnet. Das Vorstandsmitglied Ingeborg Körner hat sich in dieser Angelegenheit sehr stark engagiert. Am Sommerkurs des Goethe-Instituts nehmen aus Ome Ayumi DAITSU, Sachiko SEKINE und Akiko INOUE teil. Im August besuchten die Stadtverordneten der Stadt Ome Arai und Araki mit ihren Ehefrauen Boppard und überbrachten für das hiesige Museum ein besonders wertvolles Geschenk, die No-Maske der Manbi", ein Werk des bekannten japanischen Künstlers Ogura Soei. Mit dabei waren Frau Yoshiko Yoshinaga (früher Kurihara), die vor 18 Jahren als Studentin in Boppard weilte, und deren Sohn. Vom 31.08. bis 02.09. machte eine Gruppe von 18 Personen der Ome Behindertengesellschaft" in Boppard Station. Die Stadt Ome feierte ihr 50-jähriges Bestehen ihrer Stadtrechte. Bürgermeister Dr. Walter Bersch reiste mit Familie auf Einladung des Bürgermeisters Toshio Takeuchi vom 04.10. bis 15.10. nach Japan. Im Dezember flog Yoki Koda, Professor für Kunst , der ein Jahr in Boppard künstlerisch wirkte, nach Ome zurück.
2002 - Aus Anlaß des 110-jährigen Bestehens der Turngesellschaft 1892 e.V. Boppard besuchte eine Gruppe von 15 Personen in der Zeit vom 05. bis 12. Mai Boppard. Die meisten der Gäste nahmen auch am Bopparder Mai-Lauf teil. Als Geschenk brachten sie ein Relief mit Inschrift des ehemaligen Bürgermeisters Enomoto mit, das im Ome - Garten platziert worden ist. Am 26. Mai 2002 hatte der Freundeskreis Ome - Boppard in Ome seine diesjährige Jahreshauptversammlung. Herr Tamaki Hijikata, der langjährige Vorsitzende, stellte sich nicht zur Wiederwahl. Zu seinem Nachfolger wurde Herr Setsuo Yaegashi, der bisherige Stellvertreter, gewählt. Im Juli weilten Herr Akira Tanabe und seine Frau Wakako ein paar Tage in Boppard. Herr Tanabe, Sohn des Alt-Bürgermeisters Eikichi Tanabe, ist Mitglied des Stadtrates von Ome und besuchte Boppard bereits zum dritten Mal.
2004 - Am berühmten Ome - Marathon im Februar nahmen auch Christa Biller, Helmut Biller, Gerd Birnstock und der in Japan studierende Bopparder Christian Tischer teil. Herr Tamaki Hijikata besuchte mit seiner Frau und vier weiteren Begleitern vom 26. Mai bis 2. Juni Boppard, um sich bei allen Boppardern, besonders beim Freundeskreis, für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande zu bedanken. Höhepunkt seiner Reise war ein Empfang bei Ministerpräsident Kurt Beck in der Staatskanzlei in Mainz. Dort sprach auch Minister Bauckhage Herrn Hijikata Glückwünsche für diese seltene Ehrung für einen ausländischen Staatsbürger aus. Etliche Bürger aus Ome einschl. der 10. Jugenddelegation unter Leitung des Stadtdirektors Herrn Yoshiharu Nozaki besuchten Boppard. Vom Vorstand des Bopparder Freundeskreises reisten Frau Körner im Mai und Günter und Renate Horn im Juli privat in die Partnerstadt.
Da die Urkunden der Städtepartnerschaft am
24. September 1965 unterschrieben worden sind, können wir in diesem Jahr das 40-Jährige
Jubiläum zwischen Ome und Boppard feiern. Dieser freudige Anlaß löste auf beiden Seiten
zahlreiche Aktivitäten aus.
Der Vorstand des Freundeskreises Boppard - Ome in Ome entwarf einen neuen Aufkleber, der
die deutsch-japanische Freundschaft und die der Partnerstädte im Besonderen seit 1965
dokumentiert.
Vom 21. bis 31. März reiste eine Jugenddelegation unter der Leitung von Ludwig Höffling
in die Partnerstadt und kam mit unvergeßlichen Eindrücken aus dem fernöstlichen Japan
nach Hause zurück.
Heinrich Conrad und Günter Horn, die Vorsitzenden des Freundeskreis Ome-Boppard, und
Bürgermeister Dr. Walter Bersch trafen sich am 12. April im Bopparder Rathaus mit Herrn
Junichi Kosuge, Generalkonsul von Japan, und Herrn Daisuke Kiryu, Vizekonsul im
Generalkonsulat von Japan, zu einem Gespräch über die Partnerschaft mit Ome.
Anfang Juli bestiegen die Herren Gerd Birnstock und Tamaki Hijikata den Fuji - San von
Grund auf bis zur Spitze.
Die offizielle Freundschaftsdelegation" aus Ome unter der Leitung von Herrn
Setsuo Yaegashi, dem Vorsitzenden des dortigen Freundeskreises, weilte vom 23. bis 30.
September in unseren Mauern. Ein umfangreiches Programm wurde von der Stadt und dem
Freundeskreis zusammengestellt.
Am Ankunftstag (abends) wurden die Gäste von Bürgermeister Dr. Walter Bersch in Boppard
begrüßt und dann von ihren Gastgebern in Empfang genommen.
Der nächste Tag (Samstag) war Programm frei und wurde von den Gastgebern bestritten (
Sesselbahn, Gedeonseck, Rheintal, Loreley, Niederwalddenkmal uvm.); am Abend besuchten
alle Gäste das Bopparder Weinfest und erfreuten sich am Feuerwerk.
Der Sonntag begann mit dem Besuch einer Bonsai-Ausstellung im Rathaus. Im japanischen
Garten wurde eine neue Ome-Fahne gehißt und Steine vom Tama-Fluß niedergelegt, dann
Stadtrundgang, der am Marktplatz endete. Hier vergnügten sich alle auf dem
Weinfestgelände. Ein Teil der Gäste besuchte die 10 Bopparder Ortsteile.
Am Montag stand die Marksburg an, dann Ehrenbreitstein und das Deutsche Eck. Von hier aus
erfolgte eine Stadtführung durch die Koblenzer Altstadt. Der Ausflug endete schließlich
im Biergarten der Königsbacher Brauerei. Die Delegationsführung wurde abends von
Bürgermeister Dr. Bersch in dessen Haus privat empfangen.
Am Dienstag Abend war das große Chor-Konzert mit dem Bürgerchor aus Ome und den Chören
der Bälzer Sangesgilde, ein wunderbarer Event, der unvergesslich bleiben wird. Wer nicht
proben mußte, hatte tagsüber Zeit, Ausflüge zu unternehmen (z.B. Luxemburg,
Nürburgring usw).
Am Mittwoch erfolgte eine Schifffahrt nach Rüdesheim, wo ein Stadtbummel Gelegenheit zum
Einkauf von Geschenken gab. Nach der Rückkehr nach Boppard verblieb nicht mehr viel Zeit,
sich für die Offizielle Jubiläumsveranstaltung fein zu machen.
Die Stadt Boppard zog alle Register, um eine würdevolle und auch prunkvolle Veranstaltung
zu zelebrieren, die dem Anlaß eines 40-jährigen Städtepartnerschafts-Jubiläums
angemessen war. Man versicherte sich gegenseitig einer festen Freundschaft und versprach
sich, die Partnerschaft auch weiterhin mit Leben zu erfüllen. Dank an alle Freunde der
Partnerschaft und einige Ehrungen rundeten das Bild der Harmonie ab.
Am Donnerstag war die älteste Stadt Deutschlands, nämlich Trier, das Ziel der Gäste,
die von zahlreichen Mitfahrern begleitet wurden. Am Abend stieg dann die Sayonara-Party im
Ägidiusheim in Bad Salzig. Was das Ehepaar Novy, unterstützt durch den Ortsvorsteher
Wolfgang Spitz, hier organisiert hatte, ist einfach nicht mehr zu toppen. Die japanischen
Freunde wurden unter anderem erfreut durch den Fanfarenzug Bad Salzig, das Ballett KG
Grün-Weiß, den gemischten Chor Bad Salzig und die Feuerwehrkapelle Bad Salzig. Mit
deutsch-japanischer Fröhlichkeit vergingen die Stunden wie im Flug bis sich dann alle
Anwesende an den Händen faßten und gemeinsam das Lied Nehmt Abschied
Freunde.... sangen, das Zeichen zum Aufbruch.
Am Freitag schließlich wurden noch Einkäufe in Boppard oder Koblenz gemacht, ehe die
Koffer gepackt wurden. Am Nachmittag war es dann soweit, es mußte endgültig Abschied
genommen werden. Es gab innige Umarmungen, Tränen und das Versprechen, sich bald
wiederzusehen, ehe man den Bus nach Frankfurt bestieg. Viele Freunde der Partnerschaft
winkten den Abfahrenden gerührt nach.
Zum Gegenbesuch nach Ome ins Land der aufgehenden Sonne" starteten am 25.
Oktober 30 Bürger ( 14 Offizielle und 16 vom Freundeskreis ) und blieben dort bis zum 2.
November. Als die Jubiläumsgruppe am späten Abend am Ziel ankam, wurde sie bereits von
Bürgermeister Takeuchi, den Gastgebern und zahlreichen alten Bekannten"
erwartet und mit Jubel begrüßt. Die japanischen Freunde hatten ein umfangreiches
Programm für die Bopparder zusammengestellt und präsentierten dabei die Vielfalt ihrer
Kultur, Sitten und Landschaft. Höhepunkte waren die Ausflüge zum Mitake-San, nach Tokio,
nach Nikko und nach Kamakura, der alten Kaiser-Stadt. Zu den herausragenden Mosaiksteinen
auf der Brücke der Freundschaft zählten der Empfang im Rathaus, die
Jubiläumsveranstaltung durch die Stadt Ome, die Sayonara-Party des Freundeskreises und
das Pflanzen einer Linde vor dem Rathaus. Als schließlich die Stunde des Abschiedes
gekommen war und man früh morgens Richtung Flughafen Narita aufbrach, war der Platz vor
dem Rathaus voller Menschen, und man konnte einen Herz erweichenden Abschied mit vielen
Tränen erleben. Lange, lange winkte man sich noch zu.
2006 -
Zum 40. Ome - Marathon am 19. Februar 2006 flogen 4 Bopparder Bürger und zwar Gerd
Birnstock, Rolf Breitbach und Peter Adolphs mit Frau. Zudem wurden Herr
2007 - Am 25. Febr. 2007 starb der 2. Vorsitzende des Freundeskreises
Ome-Boppard, Herr Nobuyuki Shimizu aus Ome. Er besaß hervorragende
Deutschkenntnisse und war vor seiner Pensionierung Botschaftsangestellter und
Träger des Bundesverdienstkreuzes. - Vom 15. Juni bis 21. Juni weilte eine Gruppe von
insgesamt 14 Sportlern und Betreuern aus der Partnerstadt Ome in Boppard, um am
Mittelrhein-Marathon teilzunehmen. Geleitet wurde sie von Herrn Setsuo Yaegashi, dem 1.
Vorsitzenden des dortigen Freundeskreises. Die Stadt Boppard hat in Zusammenarbeit mit dem
hiesigen Freundeskreis ein schönes Programm für die japanischen Freunde erstellt.
Höhepunkt des Aufenthaltes war der Mittelrhein-Marathon bzw. -Halbmarathon. Hier
konnte sich Frau Izumi Oka (36) besonders auszeichnen, sie gewann ganz überlegen den
Halbmarathon Frauen. Alle gestarteten Japaner schnitten gut ab und erhielten Urkunden als
Finisher. Als Betreuer war Herr Tadashi Sekiguchi, ein Nachkomme von Freiherr Philipp
Franz von Siebold, mitgekommen. Ihm wurde es ermöglicht, den Familienstammsitz Burg
Brandenstein zu besuchen.
2008 - Der berühmte Ome - Marathon, zu dem auch 7
Bopparder angereist waren, sollte in diesem Jahr am 3. Februar stattfinden. Wegen
plötzlichen, starken Schneefalls musste er jedoch, wie im Jahre 1996, abgesagt werden.
Personalien: Ansprechpartner
Damit Partnerschaften, vor allem Städtepartnerschaften, funktionieren, muß es Offizielle" geben, die einerseits Ansprechpartner sind, andererseits auch das Schiff im Ruder halten und gegebenenfalls zupacken, wo es erforderlich ist.
Für die Stadt Boppard sind dies im besonderen Bürgermeister Dr. Walter Bersch, Dr. Heinz Bengart, 1. Beigeordneter, Ruth Schneider, 2. Beigeordnete, Horst Hassbach, 3. Beigeordneter und Helmut Biller, Leiter des Geschäftsbereichs Organisation.
Für den Freundeskreis sind dies 1. Vorsitzender Alfred Roos, 2. Vorsitzender Dirk Krämer und darüber hinaus der gesamte Vorstand.
Für die Stadt Ome sind zuständig Bürgermeister Toshio Takeuchi und der jeweilige Manager für internationale Beziehungen.
Der Freundeskreis dort wir geleitet von
1. Vors. Setsuo Yaegashi,
Ehrenmitglieder: Verdient gemacht
Der Freundeskreis der Partnerstädte Boppard-Ome e.V. hat zwei Ehrenmitglieder. Es sind dies die Ex-Bürgermeister Günter Linnenweber und Wolfgang Gipp. Wohl keiner in Boppard hatte damals ernsthaft geglaubt, dass die in grosser Euphorie unterzeichneten Partnerschaftsurkunden derart mit Leben erfüllt werden würden. Die Nutzung vieler Kommunikationsmittel, wie Briefe, Telefon, Telefaxe, eMail und vor allem die ständigen Besuche einschließlich der Einbindung des Goethe-Instituts waren die Grundpfeiler dieser Verbindung. Aber was wäre dies alles ohne den wichtigen Anteil der Stadtspitze an dem Funktionieren der Partnerschaft. War es der damalige Bürgermeister Günter Linnenweber, der das Pflänzlein der Freundschaft pflanzte und zum Wachsen brachte, so setzte danach Bürgermeister Wolfgang Gipp dieses mit all seiner Tatkraft weiter fort und konnte so einen wohlgeratenen Baum seinem Nachfolger Dr. Walter Bersch überlassen, in der Hoffnung, dass alle Stürme diesem nichts anhaben werden.
Ein ganz besonderes Anliegen der beiden Ex-Bürgermeister war es, dass besonders die Jugend mit eingebunden wurde. Als die 7. Jugend-Delegation aus Ome unter der Leitung von Herrn Uchida, dem Leiter der Finanzen der Stadtverwaltung Ome, in den altehrwürdigen Mauern unserer Stadt weilte, begleitet durch Herrn Kunio Tomizawa, zuständig für die Partnerschaft, war dies ein besonderer Anlass, dass der Bopparder Freundeskreis zum festlichen Empfang in den Felsenkeller geladen hatte, wo bei herrlichem Ambiente den Gästen rheinische Lebensart näher gebracht werden sollte, zudem Freundschaften vertieft oder erst geschlossen werden sollten.
Dies bot dann auch den festlichen Rahmen, zwei
besondere Ehrungen vorzunehmen. Der Vorstand des Freundeskreises hatte nämlich einstimmig
beschlossen, die ehemaligen Bopparder Bürgermeister Günter Linnenweber und Wolfgang
Gipp wegen ihrer herausragenden Verdienste um die Partnerschaft zu Ehrenmitgliedern
des Freundeskreises zu machen. Vorsitzender Heinrich Conrad händigte nach seiner Laudatio
unter dem Beifall der Anwesenden die Urkunden an die so geehrten Mitglieder aus. Günter
Linnenweber und Wolfgang Gipp haben sich um die Partnerschaft verdient gemacht. Herr Günter Linnenweber verstarb am
25.07.2006. Der Freundeskreis Ome - Boppard wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Planungen: Tempus fugit
Die Zeit eilt dahin. Im Laufe dieses Jahres und mit Sicherheit auch im nächsten wird es wieder Feierlichkeiten geben. Man wird sich gegenseitig besuchen, Freundschaften werden aufgefrischt oder neue geschlossen, und Jugenddelegationen werden ausgetauscht.
Inzwischen besteht bereits eine unsichtbare Brücke der Freundschaft zwischen Ome am Tama-Fluss und Boppard am Rhein. Über diese führt eine gut ausgebaute Straße von Stadt zu Stadt, von Kontinent zu Kontinent, von einer Kultur zur anderen.
Ab 1965 wurde ständig Mosaikstein an Mosaikstein gefügt, so dass sich daraus eine gut zu befahrende Straße ergeben hat.
So wird das geschriebene Wort in den Partnerschaftsurkunden beider Städte immer wieder mit Leben erfüllt, auf dass wir alle an einer friedvollen Zukunft arbeiten und uns länderübergreifend die Hände in Freundschaft reichen. Sayonara.....
| Die bisherigen Vorsitzenden: |
| 1977 - 1982 Herr Eizo Enomoto |
| 1983 - 1987 Herr Eikichi Tanabe |
| 1988 - 2001 Herr Tamaki Hijikata |
| 2002 - Herr Setsuo Yaegashi |
| Die Bürgermeister der Stadt Ome: |
| 01.04.1951 - 1955 Herr Kinai Nakamura |
| 02.05.1955 - 1963 Herr Yonekichi Enokido |
| 03.05.1963 - 1967 Herr Eizo Enomoto |
| 04.05. 1967 - 1975 Herr Yozo Ishikawa |
| 05.12. 1975 - 1987 Herr Masao Yamazaki |
| 06.11.1987 - 1999 Herr Eikichi Tanabe |
| 07.11.1999 - jetzt Herr Toshio Takeuchi |